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Wissenswertes über den Neusiedler See
Die voneinander klar unterscheidbaren Landschaften der Region des Fertő sind die folgenden: Die Hügelkette entlang dem Neusiedler See oder die Fertőrákos-Ruszter Hügellandschaft, von der Gemeinde Fertőrákos bis Hidegség, der ein Areal von 75 km2 umfassende, zu 80% verschilfte See selbst, von der Saatsgrenze bis zu den am Fusse der Hügel gelegenen Wiesen,die Welt der sich von Hegykő bis Sarród erstreckenden Wiesen, Steppen und Röhrichte. Die letztere Landschaft eigentlich der einen Übergang zum Hanság bildende Zipfel des Seewinkels. Der Fertő ist das drittgrösste Stillwasser Mitteleuropas. (Lange:35 km, Breite: 7-15 km, Oberflache: 309 km2).Die Grösse seines Einzugsgebietes (1230 km2) betragt bloss das Vierfache des Areals der Seeoberflache.Die durchschnittliche Wassertiefe belauft sich auf 50-60 cm. Auch an den tiefsten Stellen erreicht sie nicht mehr als 180 cm. Der See erhalt Oberflachenzufluss durch den Wulka- und den Rákos-Bach.In seinem natürlichen Zustand ist er abflusslos.Regulierungsabgaben durch den Einserkanal werden mittels Öffnen der Schleuse bei Fertőújlak ermöglicht. Was bedeutet eigentlich die ungarische Benennug "Fertő"? In der limnologischen Nomenklatur lautet die Definition folgenderweiese:"Fertő ist ein seichtes (im Durchschnitt 1-2 m tiefes)Stillwasser von grosser bzw. Mittelgrosser Ausdehnung.Mehr als ein Drittel seiner Oberflache ist mit Sumpfvegetation bewachsen, welche sich über die Wasseroberflache erhebt. Neben den mit Vegetation bewachsenen Stellen sind jedoch auch kleinere oder grössere Areale mit offener Wasserflache vorhanden.Die im obigen angeführte Definition passt vollkomen auf den Fertő. DasAlter des Sees wird auf ungefahr 20000 Jahre geschatzt.Der Fertő ist gleichzeitig mit dem Becken des Hanság, im Laufe der am Ende der Glazialzeit vor sich gehenden Bewegungen der Erdrinde, d.h. durch tektonische Hinabsinkungen zustandegekommen.Die Römer nannten den See "Lacus Peiso". Plinius der Altere hat sein periodisch auftretendes vollstandiges Austrocknen aufgezeichnet.
Der obenerwahnte Vorgang hat sich im Laufe der Zeit mehrmals wiederholt, zuletzt in den 60-er und 70-er Jahren des 19.Jahrhunderts. In ihrem ursprünglichen ungestörten Zustand bildete die torfige, feuchte Region des Fertő und des Hanság bis zur zweiten Halfte des 18. Jahrhunderts ein zusammenhangendes System der Gewasser. |
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